Vom Sportwissenschafts-Traum zum IT-Administrator – Mein Werdegang
Nach meinem Bundesfreiwilligendienst hatte ich ursprünglich geplant, Sportwissenschaften an der Deutschen Sporthochschule Köln zu studieren. Doch aufgrund der gestiegenen NC-Anforderungen reichte mein Abiturschnitt nicht aus, und Alternativen an anderen Universitäten oder eine lange Wartezeit kamen für mich nicht infrage.
Also begann ich, mich nach neuen Möglichkeiten umzusehen. Während meines Freiwilligendienstes hatte ich unerwartet viel mit buchhalterischen Aufgaben zu tun, was mein Interesse an wirtschaftlichen und kaufmännischen Tätigkeiten weckte. Eine kaufmännische Ausbildung rückte daher in meinen Fokus – vor allem wegen der Praxisnähe und der Möglichkeit, direkt ins Berufsleben einzusteigen und Geld zu verdienen. Ein Studium schob ich zunächst beiseite.
Doch der Einstieg in die Branche gestaltete sich schwieriger als gedacht: In der Banken- und Versicherungsbranche erhielt ich viele Absagen – möglicherweise aufgrund meines schulischen Hintergrunds. Schließlich begann ich bei der SBIT im Einkauf.
Der unerwartete Wechsel in die IT
Bereits im ersten Monat erhielt ich die Gelegenheit, mit einem meiner Vorgesetzten zu einer Anwaltskanzlei zu fahren, um vor Ort IT-Aktivitäten zu unterstützen. Neugierig und offen für Neues sagte ich sofort zu – und kam so erstmals in direkten Kontakt mit der IT-Basisinfrastruktur von Unternehmen. Themen wie Client-Server-Systeme, E-Mail-Konfigurationen, Backup-Lösungen und Netzwerke faszinierten mich auf Anhieb.
Kurz darauf wurde mir angeboten, in die technische Abteilung zu wechseln – eine Chance, die ich ohne Zögern ergriff. Der Einkauf hatte sich für mich als wenig herausfordernd erwiesen, während die IT mich sofort begeisterte.
Lernen durch Praxis – und ins kalte Wasser geworfen
Von Anfang an wurde ich in anspruchsvolle Aufgaben eingebunden und durfte in einem dynamischen Umfeld arbeiten. Unsere Kunden waren überwiegend mittelständische Unternehmen, und mein Alltag bestand zu großen Teilen aus Support-Tätigkeiten. Ich bin unglaublich dankbar dafür, dass einige meiner damaligen Kollegen mir viel zutrauten und mich gezielt förderten. Ihre Unterstützung ermöglichte es mir, schnell Verantwortung zu übernehmen – und ich war bereit, mich intensiv in meine neue Rolle einzuarbeiten.
Besonders gefreut habe ich mich über Aufgaben, die über den reinen IT-Support hinausgingen, darunter:
- Planung und Umsetzung von IT-Infrastrukturen bei Unternehmensumzügen
- Migrationen von Domains und E-Mail-Servern
- Wechsel von Internetanbietern und deren technische Umsetzung
- Einrichtung und Konfiguration von Switches und Firewalls
- Mobile Device Management
Meine Zeit bei der SBIT war intensiv, geprägt von langen Arbeitstagen, aber vor allem auch von wertvollen Erfahrungen und kontinuierlichem Lernen. Rückblickend bin ich dankbar für diese lehrreiche Phase, die mich sowohl fachlich als auch persönlich enorm weitergebracht hat.